Willkommen bei powerbrand marketing!

powerbrand marketing ist eine Vermarktungs-Agentur für strategische Brand Activation. Bei uns stehen Beratung, Entwicklung und Umsetzung von Kommunikations- und Vermarktungsmaßnahmen für die Produkte und Leistungen unserer Kunden im Mittelpunkt.

22. August 2016

POWERBRAND VERMARKTET HESSENTAG!

Tatkräftige Unterstützung in Sachen Vermarktung und Sponsoren-Akquise für den Hessentag 2017 bekommt die Stadt Rüsselsheim am Main aus Wiesbaden: von powerbrand marketing! Mit klugen Strategien und kreativen Ideen haben wir uns den Zuschlag für mehrere Bereiche gesichert. Neben der Kommunikations-Kampagne arbeiten wir aktuell auch am Sponsoring-Konzept für den Hessentag 2017.

Für mehr Infos wenden Sie sich gerne an:
Darko Dumancic
CEO
+49 611 1745 200
mail
zum Archiv
18. May 2016

NEUE RÄUME, BEWÄHRTE POWER!

Auch im Marketing gilt: Öfter mal die Perspektive wechseln! Das haben wir wörtlich genommen und unser strategisches und kreatives Schaffen in neue Räume verlegt! Sie finden uns jetzt am Kreuzberger Ring 52 in 65205 Wiesbaden – mit gewohnter Power und bewährtem Know-how. Alle anderen Kontaktdaten bleiben unverändert.

Für mehr Infos wenden Sie sich gerne an:
Darko Dumancic
CEO
+49 611 1745 200
mail
zum Archiv
mehr News anzeigen

Projektbeispiele

Relevantes Wissen spannend vermittelt!

Mit der Konzeption und Realisierung der Mailing-Serie „Wissenswertes für Filial-Partner“ unterstützen wir das Vertriebsmanagement und machten die Post-Partner fit.

zum Projekt

Genussreise am und zum POS!

Für S.PELLEGRINO realisierten wir eine auffällige PoS-Kampagne – und begeisterten mit tollen Zugaben und Gewinnen.

zum Projekt

Ein Avatar-Tool für den Babyservice.

Gamification is fascination: Die BEBA HA-Kampagnenidee brachten wir spielerisch ins Social Web.

zum Projekt
mehr Cases anzeigen
16. January 2017

TOMS CORNER

Die Kunst der künstlichen Verknappung

Letzten Samstagmittag war es wieder soweit: wir fuhren zu unserem Lieblingsjapaner nach Frankfurt, dem Iwase in der Vilbeler Straße. Wir hatten unsere Fahrtzeit wie immer so berechnet, dass wir spätestens um 11.30 Uhr vor der Eingangstür stehen würden, wohlwissend, dass der Laden „eigentlich“ erst um 12.00 Uhr öffnet. Das Personal schließt allerdings bereits ab ca. 11.40 Uhr gut hörbar die Türe auf, eine freundliche Dame schaut kurz hinaus und nickt freundlich in die Menschenmenge. Der Zutritt aber bleibt den Gästen durch ein auf einem profanen Absperrband befestigtes Schild mit der Aufschrift „geschlossen“ zunächst weiterhin verwehrt. Irgendwann gegen 11.45 Uhr werden die ersten Gäste dann persönlich hineingelassen; um 11.55 Uhr sind bereits alle 25 Plätze besetzt, Getränke und Speisen sind bestellt.

Wenn dann pünktlich um 12.00 Uhr zu Beginn der offiziellen Öffnungszeiten Unwissende vorbeikommen, um spontan nach einem Tisch zu fragen, werden sie höflich darauf hingewiesen, dass sie bitte 15-20 Minuten warten müssten, man sähe ja, wie voll es sei. Vorreservieren geht samstags übrigens sowieso nicht.

Aus irgendeinem geheimnisvollen Grund bietet meine Lieblingsbäckerei Dries seine ganz besonders leckeren Brioche-Kreationen nur an den Wochenenden an (an einer konstant hohen Nachfrage kann es nicht liegen). Und dann kommt es auch noch relativ häufig vor, dass um 10.00 Uhr die in übersichtlicher Zahl gebackenen Leckereien bereits ausverkauft sind – und die netten Damen mich darauf vertrösten, dass „vielleicht so gegen 14.00 Uhr nochmal was reinkommt“. Mit Betonung auf vielleicht. 

Ja, selbst im Premium-Outlet von GUCCI in der Frankfurter Goethestraße (ich war dort selbstverständlich nur der beruflicher Recherchen wegen) war gerade genau das Handtaschenmodell „vergriffen“, das meine Frau (sie hingegen war aus ganz persönlichen Gründen dort) käuflich erwerben würde, falls sie mal im Lotto gewinnt. Mit einem fast verschwörerischen Unterton murmelte uns die Verkäuferin etwas zu in der Art von: „Lassen Sie mich doch noch mal bei anderen Filialen nachfragen, vielleicht gibt es die ja noch irgendwo in Europa, ich melde mich dann nächste Woche telefonisch bei Ihnen…oder schauen Sie doch einfach in regelmäßigen Abständen immer mal wieder rein“.

Man staunt nicht schlecht, aber weder beim Bäcker noch im Edelhandtaschenshop stößt diese fast an sozialistische Fehlplanwirtschaft erinnernde Geschäftspraxis bei den Kunden auf Unverständnis oder Verärgerung. Eher im Gegenteil – der potentielle Käufer fühlt sich offenbar als Teil einer besonders exklusiven Gemeinschaft, deren überraschend gelassen hingenommener Verzicht sich im gleichen Augenblick schon mit der freudigen Erwartung der sicheren Belohnung zu einem späteren Zeitpunkt vermischt: ich gehöre zu denen, die wissen, wie es läuft, und wenn ich mich taktisch richtig verhalte, bekomme ich am Ende doch noch, was ich wollte. Und dadurch, dass ich etwas dafür tun musste (Warten, Vertrauen, Vorausplanen und vielleicht sogar geheimes Insider-Wissen für mich bewahren), steigt der gefühlte Wert der Ware deutlich an. Zudem habe ich für den Augenblick Verzicht demonstriert – das wirkt nicht zuletzt vor mir selbst erstaunlich bescheiden und hebt mein Selbstwertgefühl.

Nach den gleichen psychoregulativen Mechanismen steigt auch der subjektive Wert von Produkten, die von vornherein ganz bewusst in begrenzter Auflage hergestellt werden; so wie das neue Modell des Audi SQ5, das es nach Auskunft meines Audi-Händlers „wie immer erst zu einem späteren Zeitpunkt in einer stärker motorisierten Version“ geben soll.

Bewusste Verknappung ist in der Regel keineswegs der Versuch fehlmotivierter Marketingstrategen, Absatzzahlen systematisch nach unten zu korrigieren, sondern sehr sorgfältiges Kalkül, das die Markenbildung und –bindung positiv beeinflussen kann, getreu der Devise: Was wirklich gut ist, kann es nicht für jeden geben; zumindest nicht ohne eine gewisse Anstrengung.

Der Betreiber des Iwase weigert sich übrigens hartnäckig, in eine größere Fläche mit mehr Sitzplätzen umzuziehen. Er weiß intuitiv, dass das besondere Momentum seines kleinen Lokals – neben der hervorragenden Küche – wesentlich von dem Aspekt der künstlichen Verknappung bestimmt wird: wenn wir nach langem Warten endlich einen Tisch zugewiesen bekommen, fühlen wir uns dankbar und glücklich, aber eben auch ganz besonders stolz über die eigene aufgebrachte Geduld. Vielleicht schmeckt es uns dort auch deshalb so ganz besonders gut.

Herzlichst,

Ihr Tom Eisenlöffel

Jobs

Du möchtest Dich bei uns bewerben? Das freut uns! Mal sehen, ob wir zur Zeit eine passende Stelle für Dich haben. Zu den aktuellen Stellenangeboten bei powerbrand marketing geht es hier entlang.

Stellenangebote